BVR-Spieler im German Masters Finale U11  

Felix Köhler und Lionel Gärtner spielten am 15. und 16. November in Gütersloh beim TuS Friedrichsdorf im Rahmen der Deutschen Meisterschaft der Jüngsten. Dafür hatten sie sich frühzeitig unter 36 Jungen qualifiziert, die sehr guten Platzierungen bei den A-RLTs in dieser Saison ermöglichten ihnen, in der Setzliste Rang 9 bzw 10 innezuhaben. Die Gruppenspiele liefen auf hohem Niveau, die beiden waren stets gefordert, ihr bestes Badminton zu spielen. Für Lionel trug bereits die erste Begegnung einen Finale Charakter,  denn mit Xiaoren Kong aus Düsseldorf waren nicht seine besten Erinnerungen verbunden. Umso motivierter agierte Lionel im ersten Satz und bot dem Gegner wenig Angriffsfläche. Auch danach war er der Aktivere, verlor aber nach mehreren sehenswerten Rallyes knapp den zweiten Satz. Die Entscheidung brachten seine Kondition und Konzentration  –  mit 21:13, 19:21 und 21:18 besiegte Lionel seinen Angstgegner und blickte nun zuversichtlich auf die nächste „chinesische Hürde“. Seinen kraftvollen und präzisen Schlägen hatte der junge Hamburger Yanhou Duan selten Stand gehalten, so besiegelte der Rastatter mit 21:6 und 21:17 seinen Gruppensieg und den Einzug in die K.O.-Runde. Diesmal hielt die chinesische Mauer: Luke Si aus Nürnberg spielte seine Schnelligkeit am Netz aus und bezwang Lionel Gärtner nach zwei Sätzen. Der  Neunte Platz entsprach aber seinen Erwartungen und war auch leistungsgerecht.  

Felix Köhler hatte außer seinen Gegnern auch noch Husten am Hals. Doch sein Siegeswille machte so einiges wett und seine Abwehrschläge begeisterten das fachkundige Publikum. Daß Jorik Anstötz aus Mülheim weiter kommen wollte, war spätestens nach knappem 21:19 klar. Auch im Zweiten wurde kein Punkt geschenkt, mit Spielwitz und etwas Glück gewann Felix mit gleichem Ergebnis und durfte seine Verschnaufpause genießen. Arnav Prakash aus Berlin zwang Felix im darauffolgenden Match auf die volle Distanz, zwischen den Ballwechseln rang Felix merklich nach Luft, doch Aufgeben war noch nie sein Markenzeichen. Als er am Netz einen „Töter“ des Gegners  in einer Drehung  mit dem blitzartig empor gestreckten Schläger erfolgreich parierte, tobte die Halle und der Gegner resignierte. Seinen Dreisatzsieg konnte der Glückliche kaum auskosten, da wurde er schon zum Achtelfinale aufgerufen. Der wieselflinke Leif Kristian Wittmann aus Freystadt überrann Felix, dem kurze Pause keine Erholung brachte, im ersten Satz mit 21:8. Ruhig und konsequent erspielte er dann doch den Satzausgleich, bevor der kleine Bajuware in der crimiartigen Schlussphase nach 21:19 jubeln durfte. Somit gesellte sich Felix Köhler seinem Vereinskameraden auf den geteilten Neunten Rang.  

Gemeinsam traten Felix und Lionel am nächsten Tag im Doppelwettbewerb auf. Für das schwerste Los konnten die beiden nichts, jammern hätte auch nicht geholfen, sie mussten gleich dem besten Paar Paroli bieten. Adrijan Umscheid und Aaron Deters aus Hessen waren nicht gewohnt zu verlieren und so agierten sie auch – selbstbewusst erreichten sie 21:10 und wurden im zweiten Satz doch überrascht. Den deutlichen Vorsprung hielten die beiden Rastatter bis zum 20:15. Um dann doch noch in der Verlängerung zu verlieren… Die Enttäuschung machte sich breit, die Erwartungen mussten angepasst werden. Für ihr nächstes Spiel war die Devise deutlich: Siegen oder Fliegen. Mit Wut im Bauch und mit kühlem Kopf zerlegten Felix und Lionel das Duo vom SC Union 08 Lüdinghausen. Nur selten konnten Theo Stegemann und Jakob  Bergen Punkte erschmettern, was wichtig für den Kampf ums Weiterkommen war. Nach 21:9 und 21:16  wurde gerechnet, gehofft und gezittert, denn das BVR-Paar war auf die Schützenhilfe anderer Favoriten in jeweiligen Gruppen angewiesen. Letztendlich verhalf die positive Punkte-Bilanz unseren Jungs doch noch zum Viertelfinale, wo allerdings das German-Masters-Abenteuer zu Ende ging. Auf ihrem Weg zum Titel gewannen Tim Przybilski und Yuanmo Zhen  aus Nordrhein-Westfalen souverän gegen Lionel Gärtner und Felix Köhler im JD U11 in zwei Sätzen, was dennoch Platz Fünf bedeutete und bewies, dass Jugendtraining beim BV Rastatt auf hohem Niveau betrieben und mit großer Leidenschaft gelebt  wird.